Baumkataster

Baumsatzungen sind in vielen Kommunen aufgehoben. Diese definierten den Schutz der Bäume. 

Es muss jedoch ggf. auch der Mensch vor Bäumen geschützt werden.

Herunterfallende Äste oder Bäume mit verringerter Standfestigkeit können Gefahrenquellen sein. Daher sind Grundstückseigentümer verpflichtet, alle sechs Monate den eigenen Baumbestand auf Standfestigkeit zu überprüfen (vergl. Urteil Amtsgericht Hermeskeil (AZ 1 X 228/01).

Für Kommunen bedeutet dies einen erheblichen Aufwand. Hier kann die Erstellung eines Baumkatasters die Prüfarbeit und vor allem die Dokumentation der Prüfung erheblich erleichtern.

Nach einer lagegerechten Vermessung der Bäume auf öffentlichem Grund und der Vergabe einer am Baum sichtbar angebrachten Baumnummer wird ein Baumbestandsplan auf dem Hintergrund der amtlichen Karten erstellt. Im GIS-System der Kommune dokumentieren die passend dazu erstellten Datenbankeinträge den Zustand der Bäume zum Tag der jeweils letzten Prüfung.

Der Lageplan mit eingezeichneten zu prüfenden Bäumen erleichtert die Prüfung auf Standfestigkeit. Die Standfestigkeitsprüfung wird dokumentiert.

Mit Hilfe der so erhaltenen Informationen können Pflegepläne erstellt und an Fachfirmen weitergegeben werden. 

Führt man z.B. das zusätzliche Attribut "schützenswerter Baum" in der Datenbank ein, so ist die Basis für eine neue Baumschutzsatzung gegeben.